14. Deutsche Meisterschaft 2017 in Leverkusen

Schnell noch die Ausrüstung vorbereiten, zwischendurch ein paar anfeuernde Worte, Aufregung liegt in der Luft,  dann betreten die ersten Wettkämpfer der Deutschen Meisterschaft 2017 im Naginata die Kampffläche. Ein schneller Schlagabtausch, das erste Ergebnis und schon standen wieder die nächsten Sportler auf ihren Startpositionen in einer kleinen Halle in Leverkusen. Für die Schiedsrichter aus den Niederlanden und Belgien gab es an dem Wettkampfsonntag (24. September) viel zu tun. Kämpfer aus Berlin, Mainz und Leverkusen kamen diesmal zusammen. Insbesondere die Begegnungen zwischen den erfahrensten Sportlern waren dynamisch und zeugten von Siegeswillen. Die Schiedsrichter sprachen trotzdem nur selten einen Punkt zu.

Einen Angriff ohne Taktik (beispielsweise ohne das Erzwingen einer Lücke in der Deckung des Gegners) wurde in der Regel nicht gewertet. Am Ende trennten sich viele Kämpferpaare mit einer Wertung von 1:0 oder mussten sogar mit einem Gleichstand von 0:0 in die Verlängerung. Das Maximum an Punkten bei einem Naginata-Kampf sind zwei Punkte pro Kopf, die an dem Wochenende hart verdient werden mussten. Am Ende besiegte Robert Starck (PSV Mainz) in der Verlängerung den letztjährigen Deutschen Meister Andreas Nicol (PostSV Opladen). Bronze ging an Michael Grunow (PSV Mainz).

In der zweiten Wettkampfkategorie – dem Formen- oder Kata-Wettkampf zwischen zwei Zweierteams – fiel die Entscheidung in einigen Fällen teils ziemlich unerwartet aus. Zwar starteten diesmal etliche recht unerfahrene Naginata-Sportler in dieser Kategorie, doch dafür leisteten sich einige der alten Hasen Fehler. Erst im zweiten Anlauf konnte beispielsweise ein Team aus Mainz deshalb überzeugen und räumte schließlich die Bronzemedaille ab. Silber ging diesmal an ein Berliner Team, Gold erreichte souverän ein gemischtes Team aus Opladen und Mainz.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Shiai (Freikampf)

1. Robert Starck (PSV Mainz)
2. Andreas Nicol (PostSV Opladen)
3. Michael Grunow (PSV Mainz)

Engi (Formenwettkampf)

1. Michael Grunow und Cornelia Izquierdo-Barea (PSV Mainz/PostSV Opladen)
2. Julia Finger und Nora Katzwinkel (beide Kenshinkai Berlin)
3. Ines Klose und Martin Röthig (beide PSV Mainz)

Kampfgeistpreis: Cornelia Izquierdo-Barea

Schiedsrichter:
David D’hose (Belgien)
Laurence Dumonceau (Belgien)
Mark Berghaan (Niederlande)
Joren Zandstra (Niederlande)

dm2017

Wilkommen

Diese Seite dient als Informationsquelle für alle Naginata-Liebhaber/-Neugierigen und solche, die es noch werden wollen. Neben Informationen rund um den Sport und die Waffe "Naginata", bietet der Deutsche Naginata Bund (DNagB) auf dieser Internetseite auch Hinweise auf Naginata-relevante Veranstaltungen, Berichte von denselben und einiges mehr.

Was ist überhaupt Naginata? Detaillierte Informationen sind im entsprechenden Menüpunkt abrufbar, hier sei zum Neugierigmachen nur so viel gesagt: Das Wort "Naginata" bezeichnet sowohl eine japanische Waffenform als auch den Budô-Kampfsport, bei dem eine Sportvariante der Naginata benutzt wird. Das Training zielt oft auf den sportlichen Freikampf mit der Waffe ab (Shiai). Jedoch gibt es auch Wettkämpfe, bei denen sich zwei Teams (bestehend aus je 2 Personen) im Engi messen, d.h. sie zeigen bestimmte Bewegungsabläufe, wobei die Perfektion der Bewegungen und die Zusammenarbeit der Partner ausschlaggebend sind.

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