Das Tatsumaki Dojo stellt sich vor!

„Hallo (Naginata) Welt“ hieß es bereits auf der Mitgliederversammlung 2020 zum ersten Mal aus der Südwestpfalz und nun stellen wir uns in diesem Artikel noch einmal richtig vor.

Seit wann gibt es unsere Gruppe und wer sind wir?

Bevor wir als richtige Gruppe trainiert haben, waren wir mit zwei Personen beim Inazuma Seminar 2019 des PSV Mainz.

Unser erstes Training als Gruppe fand im August 2020 auf einer Wiese statt. Bis November 2021 waren wir dann wetterabhängig auf diversen Wiesen bzw. öffentlichen Flächen, die etwas ruhiger gelegen waren, zu unserem Training sonntags verabredet. Anfang November 2021 konnten wir dann, Corona zum Trotz, dem Kultur- und Sportverein (kurz: KuS) Dellfeld als Naginatagruppe offiziell beitreten und dann Mitte November endlich das lang ersehnte Hallentraining aufnehmen:

Der offizielle Startschuss für die Tatsumaki Naginatagruppe in Dellfeld!

 

Vom Feld zur Halle: Was hat sich geändert und wie wirkt sich die Halle auf die Motivation aus?

 Das für jeden Sport wohl wichtigste, was sich mit der Halle geändert hat, ist die Regelmäßigkeit. Seit wir eine feste Halle haben sind wir nicht mehr von Faktoren wie Witterung, Jahreszeit, Bodenbeschaffenheit und Temperatur abhängig. Wir können also endlich wirklich regelmäßig trainieren. Sowohl die Regelmäßigkeit, als auch die neutralen Wetterbedingungen haben sich definitiv positiv auf die Motivation von uns allen ausgewirkt. Ein weiterer großer Unterschied, der aber auch nicht zu vernachlässigen ist: Schuhe! Durch das Training im Freien konnte man eigentlich nie, wie sonst üblich, barfuß trainieren. Während dies für erfahrenere Naginataka durchaus keine einfache Umstellung ist, ist es noch schwieriger für einen Anfänger, der noch nie in einer Halle Naginata trainiert hat, dann plötzlich die gewohnten Bewegungen ohne Schuhe korrekt auszuführen und anzupassen. Die letzte und vermutlich wichtigste Veränderung beim Training in der Halle ist die Atmosphäre: Man muss sich nicht mehr vorstellen, wo das Dojo anfängt und aufhört wie auf der Wiese, man hat einen klaren Ein- und Ausgang. Plötzlich trainiert man in Hakama, Gi und Obi statt legerer Sportkleidung. Es kommen keine Fußgänger oder Autos vorbei, die einen ablenken können oder fragen „was man denn da mit den Stöcken macht“, man ist eben im Dojo und nicht mehr auf der Wiese!

 

Wie fing alles an?

Meine erste Berührung mit Naginata war 2006 im japanischen Garten, wo ich durch meinen Bruder Martin das erste Mal den Sport erlebt habe und dazu noch die Waffen tragen durfte! Danach war ich bei der 7. Europameisterschaft als Zuschauer dabei und ab und zu als Besucher beim Training des PSV Mainz, wenn ich in der Gegend war.

So richtig angefangen hat es dann aber 2019, als ich zunächst bei der Deutschen Meisterschaft im Februar und dann später bei der 7. Naginata Weltmeisterschaft als Helfer zum ersten Mal so richtig die Naginata-Welt in Aktion gesehen habe. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Sportart für mich, aber das Angebot, gerade an Kampfsport, hier auf dem Land ist eher spärlich. Dazu kam der Zusammenhalt bzw. die familiäre Atmosphäre, die ich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene erlebt habe. Nach einigen Gesprächen mit Naginataka aus aller Welt und nach einer eindrucksvollen Weltmeisterschaft habe ich dann für mich beschlossen: Egal wie, ich mach‘ das jetzt auch!  Und so habe ich dann im Juli 2019 zunächst in Mainz beim PSV angefangen ein paar Grundlagen zu lernen und diese dann im ersten Jahr alleine auf dem Feld zu üben. Um Feedback zu bekommen, habe ich dann hin und wieder Videos gemacht und diese Martin geschickt und mit ihm besprochen, um die Grundlagen zu vertiefen.

 

Was sind unsere Ziele für die Zukunft? Wie soll es weitergehen?

Die Frage, was als nächstes für eine neue Naginata Gruppe ansteht, ist sowieso schwierig. Gerade in Zeiten einer globalen Pandemie, in der man nicht sehr weit vorausplanen oder Seminare etc. besuchen kann, sind die Möglichkeiten eher begrenzt.  Daher habe ich die einzelnen Personen in meiner Gruppe nach ihren persönlichen Zielen/Vorsätzen für die nähere Zukunft gefragt. Die Ergebnisse sind relativ breit gefächert und reichen von „Ich möchte Hakama Gi und Obi ohne jegliche Hilfe anziehen und mich an die Halle gewöhnen“ bis hin zu angestrebten Prüfungen auf zukünftigen Seminaren und bis zu einer Teilnahme bei der nächsten Deutschen Meisterschaft.

Für die Gruppe als Ganzes sind meine Ziele als Gruppenleiter, zum einen der Gruppe und ihren Erwartungen gerecht zu werden, egal wie diese nun aussehen und den anderen sowohl sportlich als auch gemeinschaftlich zu vermitteln, was ich bisher als Helfer oder Seminarteilnehmer erfahren durfte. Zum anderen möchte ich natürlich auch weiterhin neue Mitglieder finden, die ebenso mit Spaß und Motivation dabei sind wie wir.

Weitblickend wäre es schön, hier vor Ort ein Seminar oder ähnlich auszurichten, aber das ist eher Zukunftsmusik wie es oft so schön heißt.

 

Wer unterstützt uns und wie?

Wir haben glücklicherweise allerhand Unterstützer!

Zunächst haben wir sehr guten Kontakt zum PSV Mainz wo wir, wenn wir mal wieder in der Nähe von Mainz sind, gerne das Training besuchen.

An dieser Stelle besonderer Dank an Martin Röthig und Ines Klose für die Unterstützung seit Tag 1 sozusagen!

Seit letztem Jahr sind wir außerdem in Kontakt mit dem Dojo der JGU Mainz, mit dem wir auch, sobald die Pandemielage dies erlaubt, eine Trainingskooperation anstreben.

An dieser Stelle besonderer Dank an Marie-Luise Göbel und Julian Parrino für das Mitschleppen nach Brüssel und für die Unterstützung vor Ort sowohl bei meiner ersten Prüfung als auch für die Turniere!

 

Natürlich werden wir auch von unserem Verein, dem Kultur- und Sportverein Dellfeld in vielerlei Hinsicht um den Sport herum unterstützt. Auch der DNagB steht uns mit Rat und Tat zur Seite, sei es hinsichtlich organisatorischer Fragen oder auch durch die Leihwaffen, die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben. Somit muss in unserer neuen Gruppe niemand mit einem Besen oder anderen Übergangslösungen üben und kann von Anfang an mit einer Shiai Naginata in der Hand lernen!

 

Autor: Jonas Stock

Wilkommen

Diese Seite dient als Informationsquelle für alle Naginata-Liebhaber/-Neugierigen und solche, die es noch werden wollen. Neben Informationen rund um den Sport und die Waffe "Naginata", bietet der Deutsche Naginata Bund (DNagB) auf dieser Internetseite auch Hinweise auf Naginata-relevante Veranstaltungen, Berichte von denselben und einiges mehr.

Was ist überhaupt Naginata? Detaillierte Informationen sind im entsprechenden Menüpunkt abrufbar, hier sei zum Neugierigmachen nur so viel gesagt: Das Wort "Naginata" bezeichnet sowohl eine japanische Waffenform als auch den Budô-Kampfsport, bei dem eine Sportvariante der Naginata benutzt wird. Das Training zielt oft auf den sportlichen Freikampf mit der Waffe ab (Shiai). Jedoch gibt es auch Wettkämpfe, bei denen sich zwei Teams (bestehend aus je 2 Personen) im Engi messen, d.h. sie zeigen bestimmte Bewegungsabläufe, wobei die Perfektion der Bewegungen und die Zusammenarbeit der Partner ausschlaggebend sind.

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